Der Gammler von Andreas Malessa (letzte Strophe: Manuela Behle, VCP Land Westfalen) C Man sagt, er war ein Gammler, F C Er zog durch das ganze Land, G rauhe Männer im Gefolge, F C die er auf der Straße fand. Niemand wußte, wo er herkam, F C was er wollte, was er tat. G Doch man sagte: Wer so redet, F C ist gefährlich für den Staat! C Man sagt, er war ein Dichter. F C Seine Worte hatten Stil. G Wer ihn hörte, schwieg betroffen F C und ein Sturm war plötzlich still. Seine Bilder und Vergleiche F C waren schwierig zu versteh'n, G doch die Leute saßen stundenlang, F C ihn zu hören und zu seh'n. C Man sagt, er war ein Zauberer. F C An Wundern fehlt es nicht. G Er ging zu Fuß auf einem See F C und gab den Blinden Augenlicht. Machte Wein aus klarem Wasser, F C kannte Tricks mit Fisch und Brot, G und er sprach von einer "Neugeburt", F C weckte Menschen auf vom Tod. C Man sagt, er war Politiker, F C der rief: Ich mach euch frei! G Und die Masse wollte gern, F C daß er ihr neuer König sei. Er sprach laut von Korruption F C und wies auf Unrecht offen hin, G doch man haßte seinen Einfluß F C uns so kreuzigten sie ihn. C Man gab ihm viele Namen: F C Meister, Bruder, Christus, Mensch. G Er nannte sich selbst nur Jesus, F C den man von der Straße kennt. Seine Hoffnung für den Frieden F C macht uns Mut den Weg zu gehn. G Wenn wir wie er die Menschen lieben, F C Ist durch uns ein Licht zu sehn.